Nun / Nazarener als Kreuz und Fisch

Heute morgen hab ich gesehen, dass jemand den Punkt auf dem Nun (arabischer Buchstabe der unserem N entspricht) gegen ein Kreuz ausgetauscht hat. Wer noch nicht weiß, worum es bei dem Zeichen geht und warum es momentan viel als Facebook Profilbild auftaucht, kann es u.a. hier nachlesen: Die Welt – Tödliches N wird zum Symbol des Widerstands

Auf jeden Fall hat mich das inspiriert, spontan das Nun (als Bekenntnis zu den verfolgten Christen und zum Nazarener), das Kreuz (als Bekenntnis zum Kreuzigungstod und Opfer Jesu Christi) und den Ichthys (als Bekenntnis zu Jesus Christus als Gottes Sohn und Retter) zu kombinieren.

ScreenshotDie Ergebnisse könnt ihr bei Interesse hier herunterladen, alle Grafiken sind zur freien Verwendung und Weiterverarbeitung:

Nun-Kreuz-Ichthys Nun-Kreuz-Ichthys-Gold Nun-Kreuz-Ichthys-Rot

Bilder 13 und 14

Ich habe heute morgen den folgenden Comic auf Facebook gesehen und war sofort irgendwie abgestoßen davon:

Stück absägen (Original)

Das habe ich auch gleich auf folgende Weise geäußert:

Wenn Gott so ist, mächte ich nichts mit ihm zu tun haben.Danach bin ich aber mehrmals wieder über den Comic gestolpert und ins Nachdenken gekommen. Warum erzeugt diese Geschichte so eine harte Reaktion in mir? Mein Schluss war, das hier ein Mensch zweimal einen Fehler macht (z.B. das leichtere statt dem richtigen wählt), Jesus/Gott dazu nichts sagt und am Schluss der arme Kerl nicht weiter (in dem Himmel?) kommt.

Das passt nicht mit meinem Gottesbild überein. Und es klingt für mich mich sehr danach, als könnte man sich selbst erretten, aber gerade das geht ja nicht, sonst bräuchten wir Jesus ja gar nicht.

Dann ist mir aufgefallen, das die Geschichte vielleicht einfach nicht zuende erzählt wurde. Daher habe ich mit einfachen Mitteln die Bilder 13 und 14 noch hinzugefügt:

Oh Herr, was habe ich getan? - Schön, das du einsiehst. Ich kenne dich und ich liebe dich. Hier, nimm dieses (Kreuz), das hab ich für dich getragen.

Ich erhebe nicht den Anspruch darauf, der Weisheit letzter Schluss zu haben, aber dies entspricht doch viel eher dem Jesus, den ich kennenlernen durfte.

Genug für Alle!?

Neulich habe ich in der Bibel die Speisung der Fünftausend gelesen und hatte einen Gedanken dazu, den ich bisher nicht hatte. Mir fiel ein Zitat von Gandhi ein, dass ich in Shane Claibornes „Ich muss verrückt sein, so zu leben“ gelesen hatte:

Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.

(Mahatma Gandhi)

Meine Überlegung war: Ist das hier „nur“ ein Wunder um zu zeigen, dass Jesus das kann? Immerhin ist es ein pragmatisches Wunder und nicht nur Show, fünftausend Männer (zuzüglich Frauen und Kindern) wurden satt. Oder ist es gleichzeitig auch ein Versprechen, wenn wir alle nur nehmen, was wir brauchen, sorgt Gott dafür, dass für alle genug da ist …

Vielleicht ist es ein Aufruf, der noch heute Gültigkeit hat: „Hört auf immer und immer mehr zu horten! Ich braucht Euch nicht fürchten. Ich bin doch auf Eurer Seite, weil ich Euch liebe.“

Seht die Vögel unter dem Himmel an: sie säen nicht, sie ernten nicht, sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr als sie?

(Die Bibel: Matthäus 6,26)

Wohin willst Du mich führen?

Gestern abend hatten wir eine schöne JEK Stunde (Junge Erwachsene Kreis). Bei dem Lied „shepherd of my soul“ bin ich dann doch sehr nachdenklich geworden, dort sangen wir

I have made a choice, to listen for your voice
Wherever you may lead, I will go

Und ich dachte mir so, ist das tatsächlich so? Habe ich die Entscheidung getroffen, auf Gott zu hören? Ja! Tue ich das heute? Wann habe ich es bewusst in den letzten Wochen getan? Folge ich Gott? Oder folge ich einer Popkultur Version des christlichen Glaubens? Folge ich Jesus, wohin er mich führt? Habe ich alles verkauft, was ich habe und es den Armen gegeben um ihm zu folgen?

Dazu fiel mir ein Zitat von Kierkegaard ein, dass ich neulich in „Ich muss verrückt sein, so zu leben“ von Shane Claiborne gelesen habe:

Die Bibel ist sehr leicht zu begreifen. Doch wir Christen sind ein Haufen ränkevoller Schwindler. Wir tun so, als ob wir unfähig seien, sie zu verstehen. Wissen wir doch sehr genau, dass wir von dem Augenblick an, in dem wir sie verstehen, entsprechend handeln müssen. Nehmen Sie irgendein Wort aus dem Neuen Testament und vergessen Sie alles außer zu geloben, ihm gemäß zu handeln. Mein Gott, werden Sie sagen. Wenn ich das tue, wird mein Leben in Trümmern liegen … Darin liegt der wirkliche Stellenwert christlicher Gelehrsamkeit. Das Studium des christlichen Glaubens ist die wunderbare Erfindung der Kirche, mit Hilfe derer sie sich gegen die Bibel wehrt, um sicherzustellen, dass wir weiter gute Christenmenschen sein können, ohne dass uns die Bibel zu nahe kommt. Ach, unschätzbare Gelehrsamkeit, was würden wir ohne dich anfangen? Schrecklich ist es, dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen. Ja, es ist sogar schrecklich, mit dem neuen Testament allein zu sein.

Søren Kierkegaard

Es wird wohl Zeit für mich, mal wieder mit Gott allein zu sein und die Frage zu stellen, die wirklich wichtig ist.

Was fehlt?

Hier mal ein herausfordernder Gedanke, der mindestens 4 Jahre alt ist, aber für mich gerade wieder aktuell wie nie:

Helfen, Mitgefühl, Geduld, Mitleid, Barmherzigkeit

Was muss mir Gott geben, damit ich mitfühlend wie Jesus werde? Empathie oder doch eher Mut? Was fehlt mir, aufzustehen gegen Unrecht und einzustehen für die Schwachen?
Sind die Berge so hoch, dass wir glauben, sie nicht bezwingen zu können, dann wollen wir oft nicht einmal den ersten Schritt tun. Aber Mut fordert die Berge heraus und ist der erste Schritt getan, wissen wir ob der Glaube trägt.

Hinek